TEILEN Facebook Social Bookmark

Information zur Situation im Eissport-Verband NRW

22.05.2016
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kontrollausschuss des Eissport-Verbandes NRW hatte Sie zu einer Informationsveranstaltung am 03.05.2016 eingeladen, um Sie über die aktuellen Ereignisse in unserem Verband zu informieren. Leider konnten nicht alle Vereinsvertreter an dieser Veranstaltung teilnehmen, weshalb ich Sie an dieser Stelle noch einmal über die wichtigsten Fakten informieren möchte.

Wie Sie der Presse oder anderen Medien entnehmen konnten, wurde in NRW ein neuer Landesverband für das Eishockey (EHV e.V.) gegründet. Dieser wurde mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 09.01.2016 in den Landessportbund NRW (LSB) aufgenommen. In einem Verfahren gegen den LSB, in dem sich der Landes-Eissport-Verband NRW e.V. (LEV) gegen diese Aufnahme des EHV e.V. wandte, wurde am 04.05.2016 vor der Spruchkammer des LSB ein Vergleich geschlossen, wonach beide Verbände für die Sportart Eishockey beim LSB vertretungsberechtigt sind. Beide Verbände müssen bis zum 30.11.2016 eine Vereinbarung treffen, in der die weitere Vertretung vor dem LSB einschließlich der Frage der Leistungssportförderung für die Sportart Eishockey geregelt wird.

Die Neugründung des EHV e.V. und die damit verbundene möglichen Abspaltung der Sparte Eishockey aus dem LEV NRW e.V., werden Auswirkungen auf LEV haben.

Am Dienstag, 03.05.2016, einen Tag vor dem Abschluss des oben angeführten Vergleiches, fand im Bundesstützpunkt/Leistungszentrum Eiskunstlaufen in Dortmund die LEV-interne Informationsveranstaltung "Was geschieht gerade beim LEV-NRW" statt. Zu dieser Veranstaltung hatte der Kontrollausschuss-Eiskunstlaufen/Eistanzen des LEV alle Mitgliedsvereine bzw. deren Vertreter eingeladen.

Das Angebot zur Teilnahme an der Veranstaltung wurde von vielen Vereinsvertretern der verschiedenen Sparten genutzt. Der Seminarraum im Landesleistungszentrum war sehr gut gefüllt. Gelobt wurde am Ende von allen Seiten die Moderation von Herrn Dr. Steinmetz unter Mithilfe von Frau Meisgen als Mitglieder des Kontrollausschusses.

Ausgangspunkt für die Einladung war die Tätigkeit des Kontrollausschusses im Rahmen einer verbandsinternen Auseinandersetzung zwischen Herrn Wolfgang Sorge, Präsident des LEV NRW e.V. und Herrn Ulrich Giesen, 1. Vorsitzender des Neusser Schlittschuh-Klubs, in der es um den Vorwurf der Schädigung des Ansehens des LEV im Rahmen einer von Herrn Giesen an die Vereinsvertreter der NRW-Eissportvereine zum Thema “Eishockey in NRW” versandten E-Mail vom 19.03.2016 geht.

Hinsichtlich des streitbezogenen Themas "Eishockey in NRW" kam der Kontrollausschuss dabei zu der Auffassung, dass sowohl bei den Verfahrensbeteiligten als auch bei den LEV-Mitgliedsvereinen, insbesondere auch bei den Vertretern aus Nicht-Eishockey-Sparten, Informationsdefizite hinsichtlich der in diesem Zusammenhang zu erörternden Fakten, aber auch hinsichtlich der unterschiedlichen Sichtweisen und deren Interpretation durch die beteiligten Parteien bestehen.

Ziel der Veranstaltung war es, die Sachlagen zu erörtern und die Fakten zusammenzutragen, um so zu mehr Transparenz in der Problematik beizutragen.

In der zweistündigen, durch Herrn Dr. Steinmetz moderierten Veranstaltung, gaben zunächst die an der Auseinandersetzung beteiligten Parteien ihre Auffassungen ab. Anschließend wurde der Sprecher der sog. "Task Force" der Mitgliedsvereine des EHV e.V., Herr Johann, gebeten, seine Sichtweise zur Situation des NRW Eishockeys zu erläutern. Anschließend hatten die anwesenden Vereinsvertreter die Möglichkeit zur Fragestellung. Herr Dr. Steinmetz erteilte Herrn Sorge, in seiner Funktion als LEV-Präsident, abschließend das Wort.

Hinsichtlich des Kerns der verbandsinternen Streitigkeit (Schädigung des LEV-Ansehens), kündigte der Kontrollausschuss eine baldige Entscheidung an, welche dem Sportgericht Eiskunstlauf/Eistanz dann umgehend mitgeteilt wird.

Welche Fakten wurden zusammengetragen und welche Erkenntnisse hat nun die Veranstaltung gebracht?

Stand April 2016 sind inzwischen 34 NRW-Eishockeyvereine Mitglieder des neu gegründeten Verbandes EHV e.V. (Presse RP-Online vom 13.04.2016). Der LEV NRW e.V. zählt 36 Eishockey-Vereine zu seinen Mitgliedern.
Der Presse ist auch zu entnehmen, dass der EHV NRW e.V. bereits weitestgehend den Spielmodus für die Saison 2016/2017 festgelegt hat (RP-Online vom 09.05.2016)
Der EHV NRW e.V. ist als neuer Landesverband per Beschluss auf der Mitgliederversammlung des LSB am 09.01.2016 in den LSB aufgenommen worden.
Die dem EHV e.V. neu angeschlossenen Mitgliedsvereine sind nahezu alle auch Mitglieder des LEV NRW e.V.; eine Kündigung mit einer Frist von 6 Monaten ist frühestens mit Wirkung zum 31.12.2016 möglich.
Der LEV NRW e.V. und der EHV NRW e.V. sind Mitglieder des DEB (Deutscher Eishockey Bund). Ein Verfahren des DEB gegen den LEV NRW e.V., diesen aus dem DEB auszuschließen, ist noch nicht abgeschlossen. Aus dem richterlicher Hinweis des Schiedsgerichts des DEB kann jedoch geschlossen werden, das der DEB erfolglos bleiben wird und wir vollgültiges Mitglied mit allen Rechten beim DEB bleiben werden.
Aufgrund dieser Gemengelage und im Sinne des gesamten Eissports/ des Eishockeys in NRW besteht, nicht zuletzt aufgrund des aktuellen Beschlusses der Spruchkammer des LSB vom 04.05.2016, Sondierungs- und Klärungsbedarf zwischen dem LEV NRW e.V. und dem EHV NRW e.V.
Hierzu hat sich bereits während der Informationsveranstaltung am 03.05.2016, aus dem Kreis der Veranstaltungsteilnehmer, die Idee einer Gremiumsbildung entwickelt. Dieses Gremium soll bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung des LEV NRW e.V. die verbandsspezifischen Problemkreise dieser Thematik sondieren und über den Stand der Arbeitsergebnisse in der Versammlung berichten.
Mitglieder dieses Gremiums sollen sein: Herr Frieder Dieck (Vizepräsident LEV NRW e.V.), Herr Johann (Sprecher des EHV NRW e.V.) sowie jeweils ein Mitglied der Sparten Eisstock, Curling und Eisschnelllauf sein. Der Kontrollausschuss Eiskunstlauf/Eistanz soll ebenfalls als neutrale Instanz an den Sondierungsgesprächen teilnehmen. Herr Dieck und Herr Johann haben bereits Ihre Zustimmung zur Arbeit in diesem Gremium gegeben und wollen noch vor der Sommerpause (Mai/Juni) ein erstes Sondierungsgespräch einberufen.
Dabei scheinen sich einige Standpunkte bereits verfestigt zu haben:

Herr Johann äußerte sich dahingehend, dass die Abspaltung der Sparte "Eishockey" vom LEV NRW e.V. nach dem derzeitigen Willen der Mitgliedsvereine des EHV NRW e.V. nicht mehr rückgängig gemacht wird. Herr Johann nannte hierzu auch die „Herner Erklärung“, unterzeichnet von 11 Eishockeyvereinen im Herbst 2015, verdeutlichte den Wunsch der Eishockey-Vereine nach demokratischeren Strukturen und nach mehr Entscheidungsmöglichkeiten über die eigene Sportart als Fachsparte.
Herr Dieck erklärt, dass der jetzigen Aufspaltung nach aktuellem Stand wenig entgegenzusetzen sei. Bereits auf früheren Mitgliederversammlungen habe er ein Szenario aufgestellt, wonach eine Aufspaltung auf den Verband zukommen könnte, zumal auch der LSB bereits vor einigen Jahren schon eine Empfehlung zur Aufspaltung ausgesprochen hatte. Dies begründete der LSB mit der Aussage, dass die Verbände dann besser in der Lage seien, sich auf die jeweilige Sportart zu fokussieren.
Das Arbeit des gegründeten Gremium könnte die Basis für die gemäß oben angeführten Vergleichs vom 04.05.2016 zu treffende Vereinbarung zwischen LEV und EHV e.V. sein.

Sobald sich weitere Fakten ergeben, werden wir Sie natürlich darüber informieren.

Mit freundlichen Grüßen


Eissport-Verband Nordrhein-Westfalen e.V.

Friedrich Dieck
(Vizepräsident)

Tus Wiehl Eissportclub e.V.

Eissport-Verband NRW

Der Tus Wiehl Eissportclub e.V. ist Mitglied im Eissport-Verband NRW

Wiehl Penguins

Eishockey


Wiehl Penguins

Sledghockey


Club Wiehl

Curling